Das Prinzip der Ich-Diät

Das Prinzip der Ich-Diät

Paleo… oder vegan?
Glutenfrei… oder doch besser auf Laktose verzichten?
Alle 3 Stunden essen… oder das Abendessen auslassen?

Zugegeben – heutzutage ist es schwer, sich im Diätenchaos zurechtzufinden. Die Informationsflut verursacht so manchem Magenkrämpfe. Und wenn ich erst eine Woche die Suppendiät mache und dann nur noch Eiweißshakes trinke – na, dann ist das auch kein Wunder.

Aber woran liegt das? Kann ich nicht einfach einer Diät streng folgen und dadurch gesund, schlank und glücklich werden?

Nach dem Prinzip der „Bio-Individualität“ lautet die Antwort darauf ganz klar: Nein! Denn alle gängigen Diäten berücksichtigen nicht Ihre persönlichen Vorlieben bei der Essensauswahl, Ihre Unverträglichkeiten, Ihren genetischen Code, Ihr Alter, Ihre Größe, … die Liste ist endlos. 

Was das heißt?

Ganz einfach: Love your body! Hören Sie endlich wieder auf Ihr Bauchgefühl und Ihren Instinkt. 

Wir sind alle auf dem besten Wege, zu verlernen, was wir wirklich gern mögen und brauchen. Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die Kohlenhydrate in Windeseile verbrennen – oder zu jenen, bei denen die Schüssel Spaghetti sofort ansetzt. Vielleicht vertragen Sie Fleisch nicht gut oder es schmeckt Ihnen nicht – oder Sie brauchen Fleisch, um Ihre Muskulatur zu erhalten.

Nach welchem Prinzip Sie sich ernähren, ist also gar nicht so entscheidend – wichtig ist, dass Sie auf Ihren Körper hören und Lebensmittel wählen, die ihn tatsächlich mit Nährstoffen versorgen! Wichtig ist auch, WIE Sie essen. Portionsgrößen, Essgeschwindigkeit, antrainierte Gewohnheiten – all das spielt eine viel zu große Rolle, als dass ein Diätratgeber da helfen könnte.

Lassen Sie sich beraten und lernen Sie, was es heißt, sich gesund und ganzheitlich zu ernähren.
 
…und anbei noch ein paar Insider-Tipps:
 
1) Bewerten Sie Ihren Hunger, z.B. nach diesem System:
 
1 – pappsatt, eher zu viel gegessen.
2- satt und zufrieden 
3 – neutral
4 – ziemlich hungrig
5 – am Verhungern!
 
Essen sollten Sie demnach nur auf Stufe 3-5. Wobei es nicht ratsam ist, Stufe 5 zu erreichen, denn dann läuft man Gefahr, bei Stufe 1 zu landen, indem man zu schnell zu viel zu sich nimmt.
Wenn Sie nicht wissen, wo Sie Ihr Hungergefühl einordnen sollen, fragen Sie sich ganz einfach: Würde ich jetzt gern einen Apfel essen? Ist die Antwort nein, so haben Sie keinen Hunger, sondern nur Appetit.
 
2) Kochen Sie frisch!
Verzichten Sie auf Dosensuppen und Fertigtütchen. Diese enthalten oft Traubenzucker und Geschmacksverstärker, aber nichts Frisches oder Gesundes. Wenn Sie selbst einkaufen und kochen, wissen Sie, was drin ist. Mittlerweile kann man sich sogar per App anhand des Ampelsystems zeigen lassen, ob ein gescanntes Lebensmittel gesund ist oder nicht (z.B. „Code Check“).
 
3) Essen Sie genug!
Ja, ganz richtig – Hungern ist NICHT der Weg zum Erfolg! Wenn Sie sich also auf der Hungerskala bei Stufe 4 oder 5 befinden, ist es nicht ausreichend, ein Glas Wasser zu trinken. Sie tun sich und Ihrem Körper damit keinen Gefallen, da es heißt, dass Sie Vitamine und Mineralstoffe nötig haben, die Sie Ihrem Körper nicht geben. Auf Dauer bedeutet das: Heißhungerattacken, Haarausfall, Hautalterung. Klingt nicht so toll, oder?
 
4) Trinken Sie ausreichend!
Mindestens 2 Liter Wasser oder ungesüßte Tees am Tag sollten es sein. Denn oftmal verwechseln wir unseren Hunger mit einem Durstgefühl. Versuchen Sie es doch mal mit infused water: einfach Limettenscheiben und etwas Minze ein eine Karaffe geben und mit kaltem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen. Das geht natürlich auch mit jedem anderen Obst: Granatapfel – Orange; Melone – Zimtstange; Eistee – Limette; uvm.!
 
5) Lassen Sie sich Zeit.
2 Kilo in 2 Tagen? Pfff, geht gar nicht! Dafür müssten Sie täglich 7000 kcal einsparen – denn das entspricht ungefähr einem Kilogramm Fett in Kilokalorien ausgedrückt. Da Sie aber nur einen ungefähren Tagesgesamtumsatz von 2000 kcal haben, ist alles, was Sie in dieser Zeit verlieren können, Wasser. Und Wasser ist wichtig (vgl. Punkt 4!).
 
6) Vergessen Sie Diätpillen und fragwürdige Shakes!
Tabletten und Pülverchen sind nicht nur teuer und oft wirkungslos, Sie sind außerdem oftmals gesundheitsschädlich. Springen Sie also nicht auf Modetrends auf, sondern lernen Sie, auf sich selbst zu hören.